Beziehungsprobleme: Wenn die rosarote Brille verschwindet
Die Phase, in der man frisch verliebt ist und den Partner durch die rosarote Brille sieht, sollte niemals enden, weil alles so schön ist. Doch spätestens, wenn der Alltag einkehrt oder große Veränderungen anstehen, kommt es meistens zu den ersten kleinen Beziehungsproblemen. Und mit der Zeit werden auch die kleinen Probleme zu großen Belastungen. Doch was sind die 5 häufigsten Beziehungsprobleme und wie löst man sie?
Beziehungsproblem Nr. 1: Haushalt und Arbeitsteilung
Spätestens mit der ersten gemeinsamen Wohnung treten für die meisten Paare Probleme auf. Gerade das Thema Haushalt stellt Frauen immer wieder auf eine harte Probe, weil die Arbeitsteilung ungerecht für sie ist. Die meisten Frauen schmeißen den Haushalt allein oder übernehmen zumindest den Großteil der Arbeit und das, obwohl sie ebenso in Vollzeit arbeiten wie der Mann. Dass sich Frauen dann über kurz oder lang unfair behandelt fühlen, darf man ihnen nicht einmal verübeln.
Viele Männer leisten dann noch den Beitrag, dass sie noch mehr Arbeit machen, als sowieso schon anfällt, indem sie ihre Klamotten auf den Boden schmeißen, hier und dort etwas liegen lassen und ihre Sachen meistens nicht dahin wieder zurückstellen, wo sie vorher waren. Das ist das i-Tüpfelchen des Problems.
Lösung: Nur eine gleiche Arbeitsteilung ist eine Dauerlösung. Dabei helfen kann ein Haushaltsplan, indem sämtliche Aufgaben verteilt werden. Meistens ist es so, dass der eine sogar eine Aufgabe ganz gerne übernimmt, die der andere vielleicht gar nicht mag. Aber auch, wenn ihr auf eine Aufgabe stoßt, die ihr beide nicht mögt, heißt es Kompromisse finden und eventuell abwechseln.
Beziehungsproblem Nr. 2: Sexflaute
Viele Paare sagen, dass Sex in einer Beziehung nicht das Wichtigste ist. Doch Sex sorgt für Verbundenheit und Innigkeit in der Beziehung. Und nicht ohne Grund führt mangelnder Sex immer wieder zur Untreue.
Natürlich kann man mal müde sein, fühlt sich nicht wohl, der Stress steigt einem zu Kopf oder man hat keine Lust, weil man nicht auf seine Kosten kommt. Langfristige Sexflauten führen allerdings dazu, dass sich der Partner zurückgewiesen, verletzt und eines Tages nicht mehr geliebt fühlt. Das ist wiederum für viele Menschen oft ein Grund, fremdzugehen. Und daran scheitern dann die meisten Beziehungen.
Lösung: Wichtig ist in erster Linie zu klären, was die Ursache für die Sexflaute ist. Ansprechen und nicht auf die lange Bank schieben, weil man glaubt, dass es sich bessern wird, hilft. Im nächsten Schritt muss man schauen, ob es sich um ein temporäres Problem handelt, weil zum Beispiel beruflicher Stress die Ursache ist oder ob das Problem tiefer liegt und mangelnde Lust auf den Partner schuld ist.
Beziehungsproblem Nr. 3: Nachwuchs als Belastungsprobe
Kinder gehören für viele Paare zu einer glücklichen Beziehung. Keine Frage, Babys sind niedlich, doch sie stellen Eltern als Paar auf eine harte Probe. Die eigenen Bedürfnisse stehen hinten an, man ist nicht mehr die Nummer eins und die Zeit zu zweit wird auf ein Minimum reduziert.
Hinzu kommt, dass sich viele Mütter auch bei dem Thema unfair behandelt fühlen, da sie sich die meiste Zeit um das Kind kümmern und der Vollzeitjob von vielen Männern nicht wertgeschätzt wird.
Lösung: Kinderfreie Zeit sollte unbedingt von dem Elternteil eingefordert werden, der sich die meiste Zeit um das Kind kümmert. Es ist wichtig, einfach mal abzuschalten und Zeit für sich selbst zu haben. Und damit euer Liebesleben nicht auf der Strecke bleibt, solltet ihr euch daten.
Beziehungsproblem Nr. 4: Unterschiedliche Lebensplanung
Wenn man zusammenkommt, weiß man oftmals noch nicht, wie das Leben in ein paar Jahren aussehen soll. Erst im Laufe der Zeit plant man zusammenzuziehen, vielleicht zu heiraten und Kinder zu bekommen. Doch was, wenn man feststellt, dass keine Einigkeit besteht und die Lebensplanung nicht zusammenpasst?
Sollte hier kein gemeinsamer Weg über lange Sicht gefunden werden, dann bedeutet das letztlich die Trennung, da einer in der Beziehung auf Dauer unglücklich wäre.
Lösung: Bei der Familienplanung sollte grundlegend klar stehen, ob Kinder gewünscht sind oder nicht. Sollte einer tatsächlich keine Kinder wollen und der andere unbedingt, dann sollte man rechtzeitig getrennte Wege gehen. Sollte Uneinigkeit lediglich beim richtigen Zeitpunkt bestehen, dann stresst euch nicht. Kommt Zeit, kommt Rat.
Beziehungsproblem Nr. 5: Kommunikationsprobleme und „taube Ohren“
Während der Partner am Handy hängt, erzählt man ihm, dass am Wochenende der Geburtstag von Freundin Susi ansteht und der Samstag verplant ist. Drei Tage später das Drama: Er kann sich nicht mehr erinnern, dass seine Partnerin ihm davon erzählt hat und er ist mit seinen Kumpels verabredet. Streit, der mal wieder entsteht, weil der Partner nicht (richtig) zugehört hat.
Ein Beziehungsproblem, das zur Trennung führen kann, wenn einer der Partner immer wieder taube Ohren hat.
Lösung: Hinhören und dem Partner zeigen, dass man ihn wertschätzt. Und wenn man gerade einmal keine Zeit hat zuzuhören, weil man etwas zu tun hat, dann kann man das dem Partner auch einfach sagen und ihn darum bitten, später darüber zu reden.
Zuletzt aktualisiert am: 06.10.2025
Therese Kersten
Inhaberin und Gründerin „Die Treuetester“
„2008 verliebte ich mich und musste eines Tages feststellen, wie schmerzhaft Liebe sein kann. Wenn man betrogen wird, dann fühlt es sich an, als würde alles, was man über die Jahre hart aufgebaut hat, wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Die Liebe, das Vertrauen, die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft – alles nur noch Luft. Doch mit der Enttäuschung kam die Idee, „Die Treuetester“ zu gründen. Seitdem beschäftige ich mich mit den Themen Treue und Beziehungen und versuche meinen Kunden hauptsächlich eines zu geben: die langersehnte Gewissheit auf die quälende Frage, ob der Partner treu ist.“
Therese Kersten